Reisebericht: Zwei Tage auf dem Wasser in der Halong Bucht

Nach drei Tagen im chaotischen Hanoi steht uns jetzt ganz dringend der Sinn nach absoluter Stille. Das wissen die örtlichen Touristenbüros natürlich schon längst und so lassen wir uns locken, gleich zwei Tage auf einem Boot in der berühmten Halong Bucht zu verbringen. Wir werden es nicht bereuen.

 

In Hanoi werden wir vom Bus abgeholt und in circa vier Stunden plus Fährfahrt nach Cat Ba gebracht. Dort wartet schon das Boot auf uns, unser Zuhause für die nächsten zwei Tage.

Für umgerechnet 100€ bekommen wir ein wirklich hübsches Boot, das wir uns nur mit der kleinen Crew und gerade mal sechs weiteren Touristen teilen müssen, Außerdem sind alle Mahlzeiten inklusive plus eine Kanu- und Fahrradtour. Der Vorteil an der mehrtägigen Fahrt ist auch, dass man nicht nur die viel besuchte Halong Bucht sieht, sondern auch die ebenso schöne Nachbarbucht Bai Tu Long. Mit dem Kanu geht es gleich am ersten Tag durch letztere – ein unglaubliches Erlebnis.

Am Abend freunden wir uns mit unseren Mitreisenden an und lassen uns Kartentricks von unserem Guide zeigen. Die Nacht ist okay, die Bettwäsche ist sehr klamm und der Motor läuft die Nacht über durch. Trotzdem sind die kleinen Kojen mit eigenem Bad sehr gemütlich.

Der nächste Morgen startet mit einem reichhaltigen Frühstück und einer Aussicht, die wir so schnell nicht vergessen werden. Das tiefe Türkisgrün des Wassers scheint hier so intensiv, wie wir es noch nie zuvor gesehen haben. Sonnig ist es in der Bucht nur selten aber irgendwie passt der graue Himmel ganz gut in das Bild hinein.

Aber es bleibt keine Zeit zum Träumen, denn wir legen nun an und bekommen jeweils ein Fahrrad in die Hand gedrückt. Damit geht es zunächst am Wasser entlang auf einer wunderschönen Strecke in Richtung Urwald, aus welchem plötzlich das kleine Dörfchen Viet Hai auftaucht. Hier besuchen wir Kühe auf der Weide, Babykatzen auf der Straße und eine Familie, die uns das berühmte „Happy Water“, also Reiswein, serviert. Wir machen eine kleine Trackingtour durch den Duschgel und besichtigen eine stockfinstere Höhle, in der sich die Locals während des Vietnamkrieges vor den Bomben versteckt haben. Dann geht es zurück aufs Boot und die zwei Tage sind schon vorbei.

Wer im Norden Vietnams ist, sollte die Buchten nicht verpassen. Die Farbe des Wassers und die daraus herausragenden, dicht bewachsenen Berge mit ihren unzähligen kleinen Hügel sind einmalig und wunderschön. Man sieht Floating Villages und trifft Menschen, die Schlangen in Reiswein einlegen. Wichtig ist, dass man sich im Reisebüro genau beraten lässt, um nicht abgezogen zu werden. Uns wurden z.B. Bilder vom Boot in einem Katalog vorgelegt. Unseren Anbieter “Sunlight Cruise” können wir empfehlen. Natürlich sprechen wir hier nicht von Jacht-ähnlichen Verhältnissen, aber allein die Gruppengröße an Bord kann viel ausmachen. So oder so ist eine Nacht auf dem Wasser ein besonderes Erlebnis.

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