Reisebericht: Meet Charly im Elephant Jungle Sanctuary Chiang Mai

Das Camp von Elephant Jungle Sanctuary liegt knapp zwei Stunden vom Zentrum Chiang Mais entfernt in den Bergen. Dorthin bringt uns ein Truck mit Sitzflächen auf der Ladefläche. Wir sind zu acht und je höher es in die Berge geht, desto kniffliger wird es, nicht aus dem Auto zu fallen. Ich bin heilfroh, dass ich an meine Tabletten gegen Reiseübelkeit gedacht habe.

Entschädigt für diese holprige Anfahrt werden wir in dem Moment, als wir aus dem Truck steigen.

Wir begrüßen die erste Elefantenfamilie von dreien, die wir an diesem Tag besuchen werden. Jedem von uns werden tonnenweise Bananen in die Hände gedrückt und wir lernen, dass „Bon Booon“ der Befehl für „Mund auf!“ Ist.

Im Camp lernen wir, wie „Elefanten-Medizin“ hergestellt wird. In Gruppen zerkleinern wir braunen Reis und matschen ihn zusammen mit Bananen und Gewächsen. Das ganze wird dann mit den Händen zu Vitamin-Bällen geformt, die wir danach an die Tiere verfüttern.

Dann gibt es Mittagessen für uns Menschen. Nach einer kurzen Verdauungspause ziehen wir mit den Elefanten zur Matschbadestelle. Dort ist es unsere Aufgabe, die Tiere mit Schlamm einzureiben. Am Ende sind hauptsächlich wir mit Schlamm bedeckt und freuen uns, dass es jetzt in einen sauberen Fluss geht, wo Mensch und Elefant wieder sauber gewaschen werden.

Für die meisten Teilnehmer unserer Gruppe endet nun der Ausflug. Wir aber werden zusammen mit vier anderen Paaren in unser Nachtlager gefahren. Das Highlight hier ist die große Terrasse mit Panorama-Jungleblick, auf der wir vor dem Abendessen entspannen.

Nach dem Essen sitzen wir mit den anderen noch lange am Tisch, trinken Bier, lernen uns kennen. Wir finden an diesem Abend neue Freunde aus Irland, Australien, Belgien, Kanada und Amerika. Ein Teil von uns feiert später am Abend noch eine kleine, spontane Party auf der Junglestraße mit Mitarbeitern des Camps. Die restlichen Teilnehmer werden uns glücklicherweise den Lärm am nächsten Morgen verziehen haben.

Der nächste Tag wird noch besser als der erste. Wir starten mit einer Junglewanderung zum Mae Wang Wasserfall. Die Sonne zeichnet einen Regenbogen in das Wasser, es ist wirklich wunderschön hier. Wir erklimmen die Rückseite des Wasserfalls und können auf einem Vorsprung hinter dem Wasser auf den Jungle blicken.

 

Von hier gehen wir weiter zu einem neuen Elefantencamp. Das beste Camp von allen, denn hier lebt Charly. Charly ist sechs Monate alt und das Süßeste, was ihr, liebe Lesenden, heute sehen werdet.

Schweren Herzens sagen wir Charly Lebewohl und fahren (Timo und ich diesmal auf dem Autodach, was uns einen grandiosen Ausblick aber auch den ein oder anderen Zweig im Gesicht beschert) weiter zu unserem heutigen Mittagessen-Spot an einem Fluss, in dem wir später baden und eine Steinrutsche herunter schlittern werden, die wie ein kleiner Wasserfall über verschiedene Höhen im Fluss verläuft.

Nach einem ausgiebigen Sonnenband auf den großen Felsen geht es weiter zur letzten Elefantenfamilie. Hier lebt das älteste Tier, eine 79-jährige Elefantendame. Wir genießen die letzte Stunde mit den Giganten und fahren erschöpft aber glücklich wieder in die Stadt zurück.

Diese zwei Tage waren wirklich besonders und werden mir immer in Erinnerung bleiben. Es war faszinierend, die Mahouts, also die „Trainer“ oder wie ich eher sagen würde, Gefährten der Tiere, im Umgang mit den Riesen zu beobachten. Sie sprechen ihre eigene Sprache, im wahrsten Sinne, und vertrauen einander blind. Die Elefanten werden von ihren Menschen gehegt und gepflegt, leben aber dennoch in Freiheit und können sich den Touristengruppen jederzeit entziehen, wenn es ihnen zu viel wird. Im Wasser sind die Tiere in ihrem Element und man sieht ihnen den Spaß förmlich an. Ein Teil dessen zu sein ist eines der schönsten Erlebnisse, die ich jemals hatte.

Elephant Jungle Sanctuary können wir sehr empfehlen, es ist ein absolut ethisches Camp mit tollen Guides, einem wunderschönen Nachtcamp und leckerem Essen. Wir würden aber definitiv immer die zweitägige Tour wählen, da die Gruppe am zweiten Tag kleiner ist und das Programm noch besser als am ersten. Der Nationalpark mit seinen Wasserfällen und Flüssen allein ist die Reise nach Chiang Mai wert. Außerdem ist eine Nacht im Jungle auch eine Erfahrung, die nicht jeder im Leben macht. Wir sind sehr glücklich mit unserer Entscheidung und kehren zurück mit neuen Erinnerungen, Bildern und Freundschaften.

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1 Kommentar zu „Reisebericht: Meet Charly im Elephant Jungle Sanctuary Chiang Mai

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